Ambulante Hebammenversorgung im Blick - Pilotregion Kinzigtal

Eine Hebamme gehört von Anfang an dazu: Schon mit Beginn einer Schwangerschaft haben Frauen einen gesetzlichen Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme. Die Kosten für die Hebammenhilfe während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett werden von den Krankenkassen übernommen. Aufgrund des Hebammenmangels haben jedoch viele Schwangere Probleme eine Hebamme zu finden. An dieser Stelle setzt das Projekt „Hebammenversorgung im Blick“ an. Ziel ist zum einen die schwangeren Frauen und deren Familien sowohl bei der Hebammensuche als auch z.B. bei der Suche nach verschiedenen Angeboten vor und während der Schwangerschaft zu unterstützen. Zum anderen soll durch eine neue Arbeitsgestaltung eine Entlastung der Hebammen erreicht und der Beruf attraktiv gemacht werden.

Förderzeitraum: 15.11.2022 – 31.01.2023 

Projektpartner:  

  • Gesundes Kinzigtal GmbH (Projektkoordination) 
  • Lokale Hebammen 
  • Fakultät Gesundheit Sicherheit Gesellschaft der Hochschule Furtwangen  

Weitere Assoziierte/Beteiligte, u.a.: 

  • Kommunale Gesundheitskonferenz Ortenaukreis (Beirat) 
  • AOK Baden Württemberg (Beirat) 

Fördergeber: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg  

Förderrichtlinie: Förderaufruf zur Erprobung von Lokalen Gesundheitszentren mit Fokus auf geburtshilflicher Versorgung 

Kurzbeschreibung

Welches Thema hat das Projekt? Und warum ist das Projekt wichtig?

Eine Hebamme gehört von Anfang an dazu: Schon mit Beginn einer Schwangerschaft haben Frauen einen gesetzlichen Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme. Die Kosten für die Hebammenhilfe während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett werden von den Krankenkassen übernommen. Allerdings stellt sich die Suche nach einer Hebamme im Kinzigtal als echte Herausforderung dar. Dies liegt zum einen an der hohen Arbeitsbelastung der Hebammen und zum anderen an den immer weniger werdenden Hebammen im Tal.  

An dieser Stelle setzt das Projekt „Ambulante Hebammenversorgung im Blick-Pilotregion Kinzigtal“ an. Ziel des Projektes ist es, eine Gesundheitslotsin einzusetzen, die sowohl die Schwangeren und jungen Mütter unterstützen als auch die Hebammen entlasten soll.  Die Gesundheitslotsin klärt beispielsweise die Schwangeren auf, versorgt sie mit den entsprechenden Informationen oder leitet sie an Beratungsstellen weiter, unterstützt bei der Suche nach einer Hebamme oder nach passenden Kursangeboten vor und nach der Schwangerschaft. Den Hebammen soll dadurch Arbeit abgenommen werden, wodurch der Beruf letztendlich wieder attraktiver wird. Außerdem soll durch das Projekt die Teamarbeit zwischen den Hebammen gefördert und neue Wege ausprobiert werden, um die Versorgung insgesamt zu verbessern.

Wie wird das Projekt finanziert?

Das Projekt wird finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg geschlossen hat. Es findet statt im Rahmen des Förderaufrufs 2022 zur Erprobung von Lokalen Gesundheitszentren mit Fokus auf geburtshilflicher Versorgung und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert.

Wie können Sie das Projekt unterstützen?

Die Erprobungsphase findet von Mai bis Oktober 2023 statt. Hier wird der Einsatz der Gesundheitslotsin, deren Aufgaben und die neue Versorgungsform für die Hebammen getestet. Dafür sind wir auf der Suche nach Schwangeren und Wöchnerinnen, die bereit sind an dieser neuen Versorgungsform teilzunehmen.  

Helfen Sie mit bei der Gestaltung einer besseren Versorgung. Während der Erprobungsphase werden Sie unterschiedliche Leistungen in Anspruch nehmen können, je nach Stadium Ihrer Schwangerschaft. Sie erhalten aber in jedem Fall alle gesetzlichen Leistungen oder sonstige Leistungen, die Sie benötigen.

Sollten Sie sich zu einer Teilnahme bereiterklären oder erstes Interesse zeigen, sprechen Sie Ihre Hebamme (unsere Partnerin) oder uns an.  

Ansprechpartner bei Gesundes Kinzigtal 

Nathalie Haas
E-Mail: n.haas@gesundes-kinzigtal.de
Tel.: +49 7831 96667 - 308